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Startseite » Website-Marketing » Texterstellung

Texterstellung im Website-Marketing: Dialoge, die zum Ziel fĂŒhren

  • Naomi Oelker
  • zuletzt aktualisiert am 16. Juli 2024

Deine Website ist das stĂ€rkste Kommunikationsinstrument, das Du hast, um Deine Berufung und Werke online zu kommunizieren. Zudem ist sie ein geeigneter Ort fĂŒr ein unverbindliches ErstgesprĂ€ch, das sich so kurz oder lang gestaltet, wie Du und Deine Besucher♄innen es wĂŒnschen.

Lass mich Dir zeigen, wie Du mit Texten Dein Website-Ziel verwirklichst.

Der Artikel enthĂ€lt dafĂŒr die folgenden Grundbausteine:

  • Die Website als Kommunikationsinstrument
  • Texterstellung fĂŒr ein zielfĂŒhrendes ErstgesprĂ€ch
  • Tipps rund um den Textinhalt
  • Tipps rund um die Textoptik

Die Website als Kommunikationsinstrument

Sicher willst Du Deine Traumkund♄innen nicht mit einem Monolog langweilen oder mit irgendwelchen Floskeln verschrecken. Deine Texte sollen gelesen werden und Dich Deinem Ziel ein StĂŒckchen nĂ€her bringen.
Mit besonders eloquenten Formulierungen ist es jedoch nicht getan. Denn obwohl Du auf Deiner Website auch ĂŒber Dich sprichst, geht es nicht um Dich. Es geht um Deine Traumkund♄innen.

Diese wollen nicht gelockt oder gedrÀngt werden. Sie wollen aus eigenem Interesse heraus ihre Neugierde befriedigen und sich auf komfortablem Wege die Informationen beschaffen, die sie suchen.

Betrachte Deine Website daher als ErstgesprÀch, das ihnen genau das ermöglicht.

Denn im Vergleich zu einem vollgepackten Fließtext entlocken wir uns im GesprĂ€ch die gewĂŒnschten Informationen am schnellsten und leichtesten. Wir sind aktiv bei der Sache und behalten dadurch besser, was diese Informationen tatsĂ€chlich waren.

Außerdem nehmen dann nur die Menschen an einem echten ErstgesprĂ€ch mit Dir teil, die echtes Interesse haben.

Was ist Kommunikation?

Kommunikation ist die VerstĂ€ndigung zwischen mindestens zwei Individuen, die sich in ihrer Rolle als „Sender“ und „EmpfĂ€nger“ abwechseln.

Das Ziel der Kommunikation ist der Austausch von (handlungsauslösenden) Informationen, was durch ein gemeinsam verwendetes Medium erfolgt.

An Kommunikationsmedien existiert mittlerweile eine bunte Vielfalt – insbesondere seit dem Aufschwung digitaler Anwendungen. Neben der persönlichen „Face-to-Face-Kommunikation“ und anderen nicht-digitalen Nachrichtendiensten steht jetzt die internetbasierte Online-Kommunikation.

Darunter befindet sich auch Deine Website, die das Medium fĂŒr Dein Website-Marketing ist. Hier findet die Kommunikation im Zusammenspiel 3 verschiedener Ebenen statt. Das sind Webdesign, visuelle Inhalte und Deine Website-Texte.

Was hat Kommunikation mit Marketing zu tun?

Marketing lÀsst sich in vier Aufgabengebiete unterteilen, wovon eines die Kommunikationspolitik ist.

In diesen Bereich fallen die Kommunikation mit (potenziellen) Kund♄innen und Abonnent♄innen, die Öffentlichkeitsarbeit – und ja, auch die Werbung. Das gilt sowohl offline als auch online und natĂŒrlich fĂŒr einzelne KommunikationskanĂ€le.

Website-Marketing konzentriert sich auf Deine Website: Hier sprichst Du gezielt Deine Traumkund♄innen an, was sich sowohl reprĂ€sentativ, informativ als auch werblich gestaltet. Damit ist Deine Website in jedem Fall kommunikativ.

Sie verwendet Worte und visuelle Inhalte, 


  • um Deine Berufung und Marke zu prĂ€sentieren,
  • die Fragen Deiner Besucher♄innen zu beantworten,
  • sie auf den Nutzen Deiner Inhalte und Angebote aufmerksam zu machen,
  • ihr Interesse mit Mehrwert zu wecken
  • und um Sympathie und Vertrauen aufzubauen.

Kommunikation bezweckt in keinem Fall den bloßen GesprĂ€chsakt.

Hinter der Kommunikation steckt immer ein Ziel und somit der Wunsch, eine Aktion auszulösen.

Deine Kommunikation entscheidet, wie Dich Deine Besucher♄innen wahrnehmen werden und was sie aufgrund dessen unternehmen werden.

Deine Kommunikation unterstĂŒtzt daher immer Dein Website-Marketing-Ziel.

Wie entsteht Kommunikation auf der Website?

Die Website kommuniziert Deine Berufung ĂŒber 3 verschiedene Ebenen: ĂŒber das Webdesign, alle visuellen Inhalte wie Bilder und Videos, und ĂŒber Deine Website-Texte.

Dieses Zusammenspiel funktioniert so Ă€hnlich wie Dein Appetit beim Abendessen: Nicht nur die Nase verheißt eine köstliche Mahlzeit, Deine Augen hoffentlich auch.

Wenn also alle Sinne glĂŒcklich sind (und alle 3 Kommunikationsebenen ineinandergreifen), kannst Du Deine Besucher♄innen richtig abholen und das Potenzial Deiner Website sowohl kurzfristig als auch langfristig erfolgreich entfalten.
Webdesign

Das Erste, was Deine Besucher♄innen wahrnehmen werden, ist Dein Webdesign.

 

Dasselbe geschieht, wenn Du ein Zimmer betrittst. Dieses verfĂŒgt natĂŒrlich nichtÂ ĂŒber ein Webdesign, aber ĂŒber eine Innenarchitektur und Einrichtung.

 

Auch wenn Dein Blick auf einen einzelnen Gegenstand fĂ€llt, so ist es doch das Gesamtbild, das bestimmt, ob Du Dich im Raum wohlfĂŒhlst oder nicht.

 

FĂŒr die Website bedeutet das, dass hier die erste Entscheidung fĂ€llt: Verweilen Deine Besucher♄innen lĂ€nger oder klicken sie die Seite wieder weg?

 

Wenn sie bleiben, geht es weiter:

 

FĂŒr gewöhnlich wandert die Aufmerksamkeit von den Farben und Formen zu den Bewegungen der Website und wendet sich schließlich dem raffinierten Arrangement einzelner Inhalte zu.
 

Dein Ziel ist es, Harmonie in Deine Inhalte zu bringen, damit sich die Augen Deiner Besucher♄innen lĂ€nger an ihnen erfreuen. Deshalb stellst Du Dir Fragen wie:

 

  • Passt Dein Webdesign zum Gesamtbild Deiner Marke?
  • Ist diese Marke auf Deine Zielgruppe ausgerichtet?
  • Ist die Ladegeschwindigkeit der Website vertretbar oder solltest Du Dein Webdesign vereinfachen?
  • LĂ€sst sich Deine Website einfach bedienen und navigieren?
  • Zeigst Du Dein Logo an einer gut sichtbaren Position?
  • Stimmen die Proportionen aller Elemente innerhalb der Seitenstruktur, darunter auch die SchriftgrĂ¶ĂŸe?
  • FĂŒhlst Du Dich wohl beim Anblick Deiner Website?

 

Die moderne Darstellung Deines Webdesigns ist responsiv. Das bedeutet, dass Dein Webdesign die Bildschirmauflösungen aller (mobilen) GerĂ€te berĂŒcksichtigt und sich an diese automatisch anpasst.

 

Auch das beeinflusst, ob und wie lange Deine Besucher♄innen verweilen werden.

Visuelle Inhalte

Die ÜbergĂ€nge zwischen Webdesign und visuellen Inhalten ist fließend. Nicht selten vermischen sich dabei bunte Formen und Bilder zu einem Ă€sthetischen Ganzen.

 

Mit Bildern wirst Du jedoch konkret. Es geht dann nicht mehr um ein allgemeines GefĂŒhl fĂŒr Deine Marke. Mit Bildern willst Du:

 

  • Dich selbst zeigen, damit Deine Besucher♄innen ein Gesicht zu Deiner Stimme kennen und durch Körpersprache und Mimik ein GefĂŒhl fĂŒr Dich bekommen.
  • Deine Werke prĂ€sentieren, um Dein Angebot zu veranschaulichen und dessen QualitĂ€t zu bestĂ€tigen.

 

Abgesehen von subtilen Animationen endet meistens hier das visuelle Repertoire einer Website. Doch Du kannst Deine Inhalte noch verfeinern, indem Du Deinen Besucher♄innen weitere visuelle Signale lieferst, die sie ansprechen:

 

  • Videos nehmen neben Deinem Äußeren und Deiner Körpersprache zusĂ€tzlich Deine Stimme auf. Da Du nicht auf jeden sympathisch wirken kannst, erstellst Du sie speziell fĂŒr Deine Traumkund♄innen.
  • Smileys können als Deutungshilfe fĂŒr Deine Texte angewandt werden und verschiedene Aussagen verstĂ€rken oder abschwĂ€chen.
  • Icons sind Symbole, die Deine Inhalte anleiten können und Gedanken leichter zugĂ€nglich machen.
  • Skizzen, Diagramme und Tabellen vereinfachen zudem komplexe Sachverhalte.
 

Visuelle Inhalte bringen Abwechslung auf Deine Website und wirken besonders angenehm, wenn sie lĂ€ngere Texte zerteilen und Deine Botschaften unterstĂŒtzen.

 

Nur zu viele visuelle Inhalte solltest Du vermeiden oder jene, die den Kontext Deiner Sektionen nicht unterstĂŒtzen. Dann lenken sie ab (und von Deiner Website).

Website-Texte

Visuelle Inhalte unterstĂŒtzen vor allem eines: Deine Website-Texte. Sowohl Dein Webdesign als auch Deine visuellen Inhalte fangen und lenken Deinen Blick zu ihnen.

 

Das ist wichtig, denn Deine Website-Texte sind die einzigen Inhalte auf Deiner Website, die Deine Besucher♄innen zu einer Aktion bewegen können.

 

Das klassischste Beispiel ist ein Button. Er besteht aus einem kurzen Text, einer Handlungsaufforderung, und wird durch eine Signalfarbe hervorgehoben.

 

Doch auf Deiner Website beschriftest Du nicht nur Buttons.

 

Mit Website-Texten:

 

  • setzt Du all Deine visuellen Inhalte in einen Kontext und sorgst dafĂŒr, dass Deine Inhalte richtig interpretiert werden.
  • machst Du Deine Werke zugĂ€nglich, indem Du Deine Besucher♄innen in Deine Gedankenwelt einlĂ€dst.
  • vertiefst Du die EindrĂŒcke, die Deine Traumkund♄innen von Dir und Deiner Marke gewinnen.
  • beantwortest Du Deinen Traumkund♄innen auf verstĂ€ndliche und transparente Weise all ihre Fragen.
  • signalisierst Du durch korrekte Rechtschreibung Deine Sorgfalt und ProfessionalitĂ€t.
  • kannst Du unter bestimmten Voraussetzungen ĂŒber Suchmaschinen wie Google gefunden werden. Das gilt auch fĂŒr die Alternativtexte Deiner visuellen Inhalte.
  • erfahren Deine Traumkund♄innen, was sie auf Deiner Website tun können (und möglichst auch tun sollen).

 

Bei Deinen Website-Texten entsteht die Kommunikation jedoch nicht nur ĂŒber den Inhalt. Auch die Darstellung der Textinhalte, die Du durch Formatierung und grafisches Schreiben gestaltest, lĂ€dt Deine Besucher♄innen zum Lesen ein.

Texterstellung fĂŒr ein zielfĂŒhrendes ErstgesprĂ€ch

Damit Du jetzt Deine Kommunikation mit Website-Texten verbessern kannst, konzentriere ich mich in diesem Artikel vor allem auf die Marketing-spezifischen Aspekte beim Schreibprozess und der optischen Gestaltung Deiner Texte.

Dass Du außerdem auf die korrekte Rechtschreibung achten solltest und bspw. nicht jeden Satz mit „Ich“ beginnst, setze ich in diesem Fall voraus.

Der Rest des Artikels richtet sich daher an Dich, wenn Du bereits so gut und gerne schreibst, dass Du Dich selbst Deiner Website-Texte annehmen willst, nur eben bisher noch nie so richtig das Marketing dabei im Auge hattest.

Lass uns beginnen!

INHALT

Erfolgreiche Kommunikation vermittelt nicht nur das Erscheinungsbild Deiner Werke und deren Nutzen. Sie spricht auch die Emotionen Deiner Traumkund♄innen an, und sendet sowohl Menschen als auch Suchmaschinen die richtigen Signale.

Was Du daher inhaltlich umsetzen kannst, um Dein Website-Ziel zu erreichen, erklÀre ich Dir in den nÀchsten Abschnitten.

Deine Markenstimme im Text

Alles beginnt mit Deiner Markenbildung. Indem Du Dich mit dem RollenverhĂ€ltnis zwischen Dir und Deinen Traumkund♄innen (sozusagen mit „Sender“ und „EmpfĂ€nger“) auseinandersetzt, entwickelst Du Deine Markenstimme.

Diese ist im Kern mit Deinem persönlichen Sprach- und Schreibstil identisch. Schließlich solltest Du Dich nicht verstellen! Dabei ist jede Eigenheit Gold wert, denn sie fördert Deinen Wiedererkennungswert.

Den Rest bestimmt Deine Zielgruppe. Vielleicht werden sie gerne gesiezt oder sie kommen aus einer Gegend, in der bestimmte Dialekte, Wörter oder Redewendungen ĂŒblich sind. Wichtig ist, dass jede Anpassung auch zu Dir passt (oder passen könnte) und mit Deinen Werten vereinbar ist.

Sofern Du ein Unternehmen fĂŒhrst und mehrere Menschen an Deiner Website schreiben, muss die Markenstimme genau definiert sein. Unstimmigkeiten in der Ansprache und im Schreibstil stiften Verwirrung und verringern Deine Chance, wiedererkannt zu werden.

Deine Besucher♄innen sollten nur einen GesprĂ€chspartner bzw. eine GesprĂ€chspartnerin haben.
Denke daran, dass Deine Besucher♄innen mit einem bestimmten Ziel auf Deine Website kommen. Deshalb solltest Du Dich trotz aller Eigenheiten einfach und klar ausdrĂŒcken und auf einen allgemein bekannten Wortschatz zurĂŒckgreifen.

Dialog & GesprĂ€chsfĂŒhrung

Du kennst diese Texte, in denen von einem unbekannten „man“ gesprochen wird und bei denen Deine Aufmerksamkeit mit jedem Passivsatz abnimmt. Sind diese Texte eigentlich relevant fĂŒr Dich?

Wenn Du Dir schon die MĂŒhe machst, einen Text zu lesen, willst Du auch, dass er Dich weiterbringt. Dich. Nicht irgendwen. Genau das will auch Deine Zielgruppe von Dir.
Wenn Deine Traumkund♄innen Deine Website besuchen, gibt es zwei Möglichkeiten:
  • Sie kommen ĂŒber einen Blogbeitrag zu Dir, den sie zum Beispiel ĂŒber Suchmaschinen wie Google oder ĂŒber Social Media gefunden haben. In diesem Fall suchen sie bestimmte Informationen oder eine Lösung fĂŒr ihr Problem.
  • Sie kommen ĂŒber Deine Startseite, eine Angebots- oder Produktseite zu Dir, weil sie mehr ĂŒber Dich und Dein Angebot in Erfahrung bringen wollen.
Jetzt kommt das Entscheidende: Selbst wenn Deine Traumkund♄innen mehrÂ ĂŒber Dich wissen wollen (und sei es auf Deiner Über-mich-Seite), geht es nicht um Dich. Es geht um sie. Sie fragen sich:
  • was Du ihnen anzubieten hast.
  • wie Dein Angebot ihnen nĂŒtzt.
  • ob Du sie verstehst.
Deine Besucher♄innen wollen von Dir einbezogen werden und sich vergewissern, dass sie bei Dir richtig sind. Deshalb:
  • ĂŒberlegst Du, was sie wissen wollen, nicht was Du ĂŒber Dich zu sagen hast. Das bedeutet auch, dass Du Dich auf den wichtigsten Webseiten kurz hĂ€ltst und grundsĂ€tzlich nicht vom Thema abschweifst.
  • sprichst Du sie persönlich mit Du oder Sie an, als ob ihr euch gegenĂŒbersitzt.
  • leitest Du sie mit AktivsĂ€tzen durch Deine Inhalte und verwendest fĂŒr Links aussagekrĂ€ftige SchlĂŒsselwörter und -phrasen (anstelle von „klicke hier“).

Im Dialog erzeugst Du KundennÀhe und zeigst Dich so authentisch, wie Du in Schriftform nur sein kannst.

Geschichten erzÀhlen

Das heißt aber nicht, dass Du gar nichts von Dir erzĂ€hlen sollst. Im Gegenteil: Selbst die relevantesten Informationen werden nicht gelesen, wenn sie nicht interessant genug verpackt sind (und Persönlichkeit ist interessant).

Deshalb freuen sich Deine Besucher♄innen ĂŒber Geschichten. Geschichten helfen ihnen, Informationen leichter zu verdauen, diese besser zu behalten und sich in Dich hineinzuversetzen.

Vielleicht lassen wir uns sogar deshalb von Geschichten inspirieren, weil wir gewillt sind, sie bis zum Schluss zu verfolgen.

Eine Geschichte kannst Du nicht scannen. Du musst sie von vorne bis hinten lesen, um den Inhalt zu erfassen. Doch gleichzeitig zieht Dich eine gute Geschichte in ihren Bann.

Mit Geschichten kannst Du:

  • so von Dir und Deiner Marke erzĂ€hlen, dass Deine Traumkund♄innen hinter Deinen Worten einen „echten“ Menschen wahrnehmen.
  • Beispiele, Symbole und Metaphern inszenieren, um Inhalte spielerisch aufzubereiten und Bilder in ihren Köpfen entstehen zu lassen.
  • Situationen beschreiben, die sie selbst kennen dĂŒrften, um Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen.
  • Emotionen besser vermitteln, auch wenn es um sachliche Themen geht.
  • einen interessanten AufhĂ€nger fĂŒr Deine Texte entwickeln.

Im Content-Marketing nennt sich das Storytelling. Darin verfolgt jede Geschichte das Ziel, eine Botschaft zu vermitteln. Die Informationen werden in eine ErzÀhlung eingebettet, deren Held in einen Konflikt gerÀt und sich auf Lösungssuche begibt.

Was meinst Du, wie gerne Deine Traumkund♄innen Deinen Text lesen, wenn sie den Held Deiner Geschichte spielen?

Handlungsaufforderung

Wenn von einem CTA, einem „Call-to-Action“, die Rede ist, ist eine Handlungsaufforderung gemeint. In den meisten FĂ€llen ist das der Text, den ein Button trĂ€gt, und ggf. jener, der dem Button unmittelbar vorausgeht.

Ein solcher Text bezweckt, Deine Besucher♄innen zu einer Handlung aufzufordern.

Vielleicht sollen sie weiterlesen, sich zu Deinem Newsletter anmelden oder auch kaufen, was Du anzubieten hast. Wichtig ist dabei, dass Du ihnen bereits die Möglichkeit gegeben hast, mehr ĂŒber Dich und Dein Angebot in Erfahrung zu bringen.

WĂ€hrend Du also Deine Besucher♄innen an ihrem Einstiegspunkt abholst, ihnen von Dir und Deiner Mission erzĂ€hlst, und ihnen eine Lösung anbietest, fĂŒhrst Du sie zu dieser besagten Handlungsaufforderung.

Das sorgt dafĂŒr, dass all Deine Textarbeit nicht ins Leere lĂ€uft und dass Deine Besucher♄innen leicht zum nĂ€chsten logischen Schritt ĂŒbergehen können.

In anderen Worten: Folgen Deine Besucher♄innen Deiner Handlungsaufforderung, hast Du Dein Website-Ziel erreicht.

Du siehst also, wie wichtig es ist, mit all Deinen Texten auf diese Handlungsaufforderung hinzuarbeiten – und ĂŒberhaupt eine einzubinden.

Suchmaschinenoptimierung vereinfacht

Steht Dein Thema oder Deine Botschaft fest, startest Du am besten ein paar Google-Suchanfragen mit passenden SchlĂŒsselwörtern und -phrasen, die ĂŒber ein möglichst hohes Suchvolumen und ĂŒber einen möglichst niedrigen Wettbewerb verfĂŒgen.

Dabei schaust Du Dir jeweils die ersten 10 Suchergebnisse an. An ihnen erkennst Du, mit welcher Absicht die Nutzer♄innen bestimmte Suchanfragen tĂ€tigen und welche Informationen in Deinem eigenen Text auf keinen Fall fehlen sollten.

  • In erster Linie denkst Du dann beim Schreiben an Deine Leser♄innen mit dem Ziel, ihre BedĂŒrfnisse und Erwartungen mit Deinem Text zu erfĂŒllen.
  • Dazu gehört auch, Dich natĂŒrlich auszudrĂŒcken und ihnen nicht nach jedem Atemzug Deine SchlĂŒsselwörter auf die Nase zu drĂŒcken. Wenn Du Dich nĂ€mlich zu sehr auf die Suchmaschinen konzentrierst, lĂ€ufst Du Gefahr, dass Deine Leser♄innen ihnen keine platzierungsfördernden Signale senden.
  • Und ganz wichtig: Verteile niemals denselben Text mehrfach ĂŒber Deine Website oder ĂŒbers Internet, sondern formuliere stets einzigartige Inhalte!

Versuche also, Deinen Text auf ein einziges Haupt-SchlĂŒsselwort auszurichten, damit Du nicht vom Thema abweichst. Solltest Du trotzdem andere relevante Themenfelder erwĂ€hnen, reicht es, sie mit einem beschreibenden Link weiterzuverfolgen.

Sofern Du wirklich etwas (Neues) zum Thema zu sagen hast, sollte es Dir leicht fallen, themenrelevantes Vokabular zu verwenden. Zum Schluss kannst Du Deinen Text dann auf mögliche FĂŒllinhalte ĂŒberprĂŒfen, die nichts aussagen, bestimmte Gedanken lediglich wiederholen oder die nichts zum eigentlichen Thema beitragen.

Entsprechend könnte die Regel lauten: ein Haupt-SchlĂŒsselwort, eine Hauptbotschaft und eine Handlungsaufforderung pro Webseite mit immer mindestens 300 einzigartigen Wörtern.

Weitere Verbesserungen schlÀgt Dir ein SEO-Plugin wie Yoast oder Rank-Math vor, damit Du auch die FormalitÀten nicht vergisst.

NatĂŒrlich beeinflussen noch weitere Aspekte Deine Suchmaschinenplatzierung, doch hier ging es mir um die wichtigsten, die sich durch den Text selbst begĂŒnstigen lassen.

DarĂŒber hinausgehend sollten meine Artikel zur Reputation und zu den Stolperfallen beim Website-Launch von Interesse fĂŒr Dich sein.

OPTIK

WĂ€hrend der Inhalt Deines Textes bewirken kann, dass Deine Besucher♄innen ihn weiterlesen, bestimmt die Optik Deines Textes, ob sie ihnÂ ĂŒberhaupt lesen.

Denke an einen Text, den Du nur mit zusammengekniffenen Augen zu entziffern vermagst. Oder an einen Fließtext ohne Leerzeilen, fĂŒr den Dir plötzlich die Zeit fehlt.

Deshalb ist es wichtig, dass Du Deinen geschriebenen Text auf der Website ausprobierst (zum Beispiel ĂŒber ein Elementor–Template), bevor Du ihn veröffentlichst. Dort kannst Du festlegen, wie die einzelnen (auch zukĂŒnftigen) Textbausteine Deiner Website formatiert werden sollen, sodass Du spĂ€ter nichts mehr nachoptimieren musst.

Textbeispiel

Von der Nutzung jeglicher Dummy-Texte (und damit meine ich die typische Lorem-Ipsum-Formel) rate ich Dir jedoch ab, denn damit hast Du nur Nachteile:

  • Der Lorem-Ipsum-Text ist repetitiv. Du wirst das Muster an verschiedenen Phrasen wiedererkennen, wodurch der Dummy-Text unnatĂŒrlich wirkt. Das lenkt Deine Aufmerksamkeit von den eigentlichen MĂ€ngeln ab.
  • Weiterhin verfĂŒhrt ein repetitiver Text dazu, nur einen Bruchteil von ihm einzusetzen. Deshalb reicht der Text meist nicht bis zum Ende von Seiten- und Fußleiste und Du probierst nur wenige Blöcke aus.
Desto lĂ€nger der Text, umso grĂ¶ĂŸer der Wunsch,
Variationen einzubringen.
  • Manch automatisch generierter Paragraf ist zu lang fĂŒr mobile GerĂ€te und es sind keine Überschriften vorhanden. Das heißt, dass Du ohnehin Änderungen vornehmen musst, um Textstile und AbstĂ€nde genauer zu betrachten.

FĂŒr den Test sollte Deine Vorlage also einen möglichst lĂ€ngeren echten Text beinhalten, der alles – wirklich alles – enthĂ€lt, was Du ĂŒber Dein Theme, in Elementor oder im WordPress-Editor bearbeiten kannst (und was Du selbst verwenden willst).

Auf diese Weise bist Du bestens ausgerĂŒstet, damit Du – ganz im Gedenken an den Lorem-Ipsum-Dummy – nicht irgendwann mit Deinem Latein am Ende bist.

Schriftarten

Der erste Schritt dabei sind die Schriftarten. WĂ€hle nicht mehr als 2 oder 3 verschiedene aus, die leicht lesbar sind und zu Deiner Marke passen.

Eine Schrift verwendest Du fĂŒr alle Überschriften, eine weitere fĂŒr Deine Fließtexte, und eine etwaige dritte fĂŒr Akzenttexte.

Darauf zu achten ist, dass diese Schriftarten zu einer Familie mit mehreren Schriftschnitten und -stilen gehören. Zum Beispiel willst Du Teile Deines Fließtexts in fett und kursiv darstellen, ohne dass sie unscharf werden oder sich verziehen.

Falls Du die PRO-Version von Elementor verwendest, kannst Du die Schriftarten zudem lokal hochladen, sodass kein Anschluss an die Google-Fonts-Datenbank vonnöten ist. Daraus lÀsst sich leicht ablesen, welche Schriftschnitte es gibt:

  • Thin (100)
  • Extra Light (200)
  • Light (300)
  • Regular (400) = normal
  • Medium (500)
  • Semi-Bold (600)
  • Bold (700) = fett
  • Extra Bold (800)
  • Black (900)

Die ganze Liste gibt es natĂŒrlich noch einmal im Schriftstil „Kursiv“ bzw. „Italic“.

FĂŒr die richtige SchriftgrĂ¶ĂŸe empfiehlt sich, bei Deinen Tests verschiedene GerĂ€te heranzuziehen und darauf zu achten, wann diese angenehm zu lesen ist.

Was die Schriftfarbe betrifft, so kann ich Dir nur empfehlen, einen hohen Kontrast zum Hintergrund zu wĂ€hlen; oder am besten direkt Schwarz auf Weiß.

Strukturelemente

Welche Strukturelemente Du verwendest, hĂ€ngt von Deinen persönlichen Vorlieben und BedĂŒrfnissen ab. Daher rate ich Dir, Dir die Blöcke und Widgets des Gutenberg– oder Elementor-Editors selbst anzusehen.

AbsÀtze

Teile Deinen Text in AbsÀtze von maximal 3 bis 4 Zeilen ein.

Der erste Absatz wird dazu verwendet, ins Thema einzuleiten und die Erwartungen Deiner Besucher♄innen zu bestĂ€tigen. Daher sollte sich dieser von den anderen AbsĂ€tzen absetzen.

Verwende zudem Fettdruck und Kursivtext, um zu sehen, wie sich Deine gewĂ€hlte Schrift in weiteren Variationen macht. Ich verwende fettgedruckte Wörter, um meinen Besucher♄innen das Scannen meiner Texte zu erleichtern, und kursive, damit sie meine Betonungen im Satz mitlesen.

Unterstreichungen solltest Du jedoch vermeiden, denn diese schneiden die UnterlĂ€ngen Deiner Wörter (zum Beispiel beim „g“) ab und könnten als Link verwechselt werden.

Besser testest Du hier das Erscheinungsbild Deiner echten Links. Das gilt insbesondere fĂŒr die Farben von unbesuchten und besuchten Links sowie fĂŒr den Moment, in dem der Mauszeiger darĂŒberfĂ€hrt.

DarĂŒber hinaus kannst Du Dir auch ĂŒberlegen, wichtige Details oder Kernaussagen durch einen farbigen Hintergrund hervorzuheben.

Überschriften

AussagekrĂ€ftige Überschriften trennen nicht nur lĂ€ngere Texte auf. Sie sorgen auch dafĂŒr, dass Deine Besucher♄innen die fĂŒr sie relevanten Informationen leichter finden.

FĂŒge mindestens die Überschriften H2, H3 und H4 hinzu. Damit kannst Du die visuelle Hierarchie anpassen, unter anderem die jeweilige SchriftgrĂ¶ĂŸe. Du kannst zwar darĂŒber hinausgehen, doch H5 und H6 finden in den wenigsten FĂ€llen Anwendung.

Listen

Probiere Dich sowohl an numerischen Listen als auch an AufzĂ€hlungen („bullet lists“).

  1. Setze sie zwischen zwei Paragrafen, um die AbstÀnde leichter zu beurteilen.
  2. Erstelle einen Punkt, der ĂŒber mindestens zwei Zeilen geht, um zu sehen, welche Textausrichtung (linksbĂŒndig, Blocksatz etc.) standardmĂ€ĂŸig ausgewĂ€hlt ist.
  3. FĂŒge mindestens drei Punkte hinzu, damit Du Dir ein besseres Gesamtbild machen kannst. Auch die AbstĂ€nde zwischen den einzelnen Punkten könntest Du anpassen wollen.

(Block-)Zitate

Wenn Du fĂŒr Deine BlogbeitrĂ€ge Recherchen betreibst, machen sich Zitate besonders gut. Stelle sicher, dass sie sich visuell von Deinem Text abheben und inhaltlich trotzdem in den Textfluss passen.

Wichtig ist auch, dass Du bei Deiner Farbpalette bleibst.

Zufriedenheit ist kein Ziel, sondern ein Zustand, den Du nur im Hier und Jetzt erspĂŒren kannst.

Im Gutenberg-Editor unterscheidet WordPress ĂŒbrigens zwischen (Block-)Zitaten und sogenannten „Pullquotes“. Letztere dienen dem visuellen Hervorheben Deiner eigenen Aussagen aus dem Text, werden von Elementor aber nicht als Widget bereitgestellt.

Bildunterschriften

Wenn Du Deinen zukĂŒnftigen BlogbeitrĂ€gen Bilder hinzufĂŒgen möchtest, solltest Du stets auf eine aussagekrĂ€ftige Bildunterschrift achten.

Die Bildunterschrift sollte jedoch nicht hervorstechen, denn im Fokus steht Dein Bild.

Lies mehr zur Bildoptimierung.

Inhaltselemente

Auch die Inhalte Deines Testbeitrags sind relevant, um Deine Tests erfolgreich abzuschließen. Denn was nicht vorhanden ist, kann nicht getestet werden!

LĂ€nge

Die LĂ€nge Deines ersten Textes ist insofern entscheidend, dass Du mehrere Blockarten testen willst, ohne den Text zu ĂŒberladen. Auch lĂ€sst sich so Deine Seitenleiste besser anpassen. Vielleicht willst Du ja, dass ein Widget Deinen Leser♄innen stĂ€ndig folgt?

Daher empfehle ich eine TestlÀnge von mindestens 1.000 Wörtern.

Kommentare

Ja, zu den Inhalten gehören auch die Kommentare, wenn Du es dabei auf BlogbeitrÀge abgesehen hast.

Wenn Du mit Elementor arbeitest, gibt es nur wenige Möglichkeiten, das standardmĂ€ĂŸige WordPress-Kommentarsystem zu gestalten. Deshalb empfehle ich ein externes System wie „wpDiscuz“, das sich Deinen WĂŒnschen (und den BedĂŒrfnissen Deiner Besucher♄innen) anpassen lĂ€sst.

Ohne Kommentare gibt es allerdings noch nicht viel zu testen. FĂŒge daher 3 bis 5 Kommentare in verschiedenen Verschachtelungen (Kommentare, Antworten auf Kommentare usw.) hinzu.

Widgets

Widgets sind interaktive Blöcke, die Du per Drag-and-Drop Deiner Seite hinzufĂŒgen kannst. Es gibt zum Beispiel Widgets, die Deine neuesten BeitrĂ€ge anzeigen, oder Widgets, die das Teilen Deines Beitrags auf Social Media ermöglichen.

Bei lÀngeren BeitrÀgen empfiehlt sich zum Beispiel ein Inhaltsverzeichnis.

Layout

Denke auch an die Gestaltung, die Deinen Text umrahmt: die Kopf- und Fußleiste, die Seitenleiste sowie alle Inhalte, die vor und nach Deinem Text sichtbar werden.

Mobile GerÀte

Viele Deiner Besucher♄innen wĂ€hlen den Weg mobiler GerĂ€te, um Deine BlogbeitrĂ€ge zu lesen. Auch hier sind ein paar Anpassungen nötig:

  • Sind Deine AbsĂ€tze nicht zu lang?
  • Verwendest Du nicht zu viele Hervorhebungen? Gehe lieber sparsam damit um.
  • Gibt es zu viele LĂŒcken in Deinem Text? Dann empfehle ich Dir, Deinen Text linksbĂŒndig auszurichten.
  • Ggf. solltest Du auch die SchriftgrĂ¶ĂŸe Deiner Überschriften anpassen. Sie sollten möglichst nicht den gesamten Bildschirm einnehmen bzw. jedes Wort eine Zeile.
  • In selteneren FĂ€llen Ă€nderst Du auch die SchriftgrĂ¶ĂŸe Deiner TextabsĂ€tze. Beachte jedoch: Desto kleiner die Schrift ist, umso schwieriger ist sie zu entziffern. Das gilt vor allem in FĂ€llen, in denen das GerĂ€t tatsĂ€chlich mobil verwendet wird und die Brille sich zu Hause auf dem Sofa befindet.
  • PrĂŒfe auch, wie alle anderen Struktur- und Inhaltselemente dargestellt werden.

Am besten schaust Du Dir all Deine Anpassungen nochmals auf einem mobilen GerÀt an. Nicht immer ist die Editor-Umgebung identisch.

Zusammenfassung und Abschluss

Mit Deiner Website willst Du etwas erreichen und das bedarf der VerstĂ€ndigung und ZugĂ€nglichkeit Deiner Botschaften. Der passende Begriff lautet „Website-Marketing“.
Deine Website ist ein
Kommunikationsinstrument.

Wenn Du online nicht kommunizierst und keiner weiß, dass Du etwas anzubieten und zu sagen hast, geschieht ganz einfach nichts.

Ähnlich steht es um die praktische Umsetzung Deiner Kommunikation. Diese bestimmt, ob und wie Du von Deinen potenziellen Kund♄innen wahrgenommen wirst, ob sie auf Deine Handlungsaufforderung eingehen oder sich an Dich erinnern werden.

Dabei ist ebenso entscheidend, wen Du ansprichst, welche Informationen fĂŒr Deine Zielgruppe relevant sind, und wie Du Deine Website-Texte verpackst. Sowohl Webdesign als auch visuelle Inhalte unterstĂŒtzen sie.

Erfolgreich ist die Kommunikation auf Deiner Website dann, wenn Du:

  • Deine Texte fĂŒr Deine Traumkund♄innen schreibst,
  • sie an den Einstiegsstellen richtig abholst
  • und sie immer genau wissen, was zu tun ist.

Sei dabei persönlich und authentisch und gehe mit ihnen ins GesprĂ€ch. Nur so entsteht eine BrĂŒcke, die sie schließlich ĂŒberqueren werden.

Und falls Du bei Deinen Texten doch Hilfe brauchst, schreibst Du entweder mir oder Du liest weiter, um herauszufinden, wer Dir am besten helfen kann.

Mehr Informationen

Schreibberufe vergleichen
Schreibcoach, Co-Autor♄in oder Ghostwriter

Wenn Du selbst als Autor♄in tĂ€tig bist, benötigst Du vielleicht UnterstĂŒtzung beim Schreibprozess.

 

Du kannst Dich dabei unter anderem an einen Schreibcoach wenden. Dieser hilft Dir beim Konzept und der Struktur Deines Textes, unterstĂŒtzt Dich bei Schreibblockaden und zeigt Dir, wie Du besser und effektiver schreibst.

 

Falls Du eher Schreibhilfe benötigst und einen Teil Deines Textes an jemand anderen abgeben möchtest, sodass ihr gemeinsam an dem Text schreibt, suchst Du nach einem oder einer Co-Autor♄in. Diese bieten das aber selten an und sind oft selbst schon Autor♄innen oder Spezialist♄innen ihres Themas.

 

Hier geht es vor allem um die Person: Seid ihr beide Feuer und Flamme fĂŒr euer Thema? Denkt ihr Ă€hnlich oder ergĂ€nzt ihr euch? Harmoniert ihr sowohl in der Kommunikation als auch im Schreiben? Co-Autorschaften ergeben sich meist von selbst oder durch Austausch.

 

Der Unterschied zwischen Co-Autor♄in und Ghostwriter besteht darin, dass dem oder der Co-Autor♄in der Teil des Textes gehört, den er oder sie selbst geschrieben hat. Deswegen sind Co-Autor♄innen auch Autor♄innen des Textes und werden (sowohl auf dem Cover als auch) im Text als Autor♄in mit Dir gemeinsam ausgewiesen.

 

Der Name des Ghostwriters erhĂ€lt stattdessen keine Platzierung im, auf oder neben dem Text, denn den Ghostwriter beauftragst Du, damit er den gesamten Text anhand Deines Konzeptes und Deiner Ideen fĂŒr Dich schreibt. Er ist damit nicht Autor des Textes (das bist Du), sondern dessen Urheber.

Werbetexter und Werbetexterin (Copywriter)

Wie der Ghostwriter tritt der Copywriter mit seinem Namen zurĂŒck und textet entsprechend der Anforderungen seiner Auftraggeber♄innen. Wie schon die deutsche Übersetzung suggeriert, schreiben Werbetexter♄innen Werbetexte.

 

Darunter fallen zum Beispiel Offline-Texte wie Flyer oder BroschĂŒren, aber auch fĂŒrs Internet suchmaschinenoptimierte Texte (SEO-Texte) oder Texte fĂŒr die Suchmaschinenwerbung (SEA). Diese Texte sollen sowohl gefunden werden als auch das Kaufinteresse wecken.

 

Ähnlich steht es um den SEO-Texter bzw. die SEO-Texterin. Diese♄r Texter♄in spezialisiert sich auf Texte, die von potenziellen Kund♄innen ĂŒber Suchmaschinen wie Google gefunden werden sollen. Das nennst Du auch organische Auffindbarkeit: Die Kund♄innen suchen nach einer Antwort und finden Deinen Beitrag (und somit Dich und Deine Leistungen), weil der Text die richtigen SchlĂŒsselwörter verwendet und fĂŒr die Google-Nutzer♄innen inhaltlich relevant ist.

Texter und Texterin

Texter♄innen erstellen ebenfalls Texte im Auftrag ihrer Kund♄innen. Im Vergleich zu Werbetexter♄innen und SEO-Texter♄innen verdeutlicht die Bezeichnung des Texters bzw. der Texterin noch nicht, welche Texte geschrieben werden. Doch fĂŒr gewöhnlich sind auch den Texter♄innen SEO- und Verkaufstechniken bekannt.

 

In vielen FĂ€llen wollen sich die Texter♄innen nicht auf bestimmte Textarten festlegen und bestimmen stattdessen die Branchen, in denen sie dann (umfassend) tĂ€tig werden. Da neben den Anforderungen durch das Briefing (Inhalt, Zielgruppe und Wirkung) die Recherche einen Großteil ihrer Zeit einnimmt, spezialisieren sie sich meist auf ein paar wenige Branchen, die sie selbst interessant finden bzw. in denen sie sich selbst auskennen. So gibt es Texter♄innen fĂŒr Lifestyle, digitale Themen oder die Kreativbranche, um ein paar Beispiele zu nennen.

 

NatĂŒrlich können sich auch Werbetexter♄innen und SEO-Texter♄innen auf bestimmte Branchen spezialisieren. Dann heißt die Berufsbezeichnung zum Beispiel: SEO-Texter♄in fĂŒr Lifestyle-Themen.

Übersetzer und Übersetzerin

Was Übersetzer♄innen machen, ist Dir sicher auch bewusst. Wenn Du zum Beispiel eine zweisprachige Website brauchst, helfen sie Dir, Deine Inhalte in die gewĂŒnschte Sprache zu ĂŒbersetzen.

 

Wenn es nĂ€mlich nicht nur um akuten VerstĂ€ndigungsbedarf geht (wie eine kurze E-Mail oder einen Chat), wirst Du mit kostenlosen Online-Übersetzern nicht weit kommen. Zwar gibt es mittlerweile sehr gute Übersetzungstools wie DeepL, doch auch hier wirst Du immer Überarbeitungsbedarf haben. Lass mich Dir ein paar Beispiele geben.

 

Automatische Übersetzungen

 

  • berĂŒcksichtigen selten formale Aspekte des Textes. Wenn Du zum Beispiel aus dem Englischen ins Deutsche ĂŒbersetzt, erhĂ€ltst Du immer die formale Adressierung „Sie“, nicht das „Du“, falls Du dieses benutzen möchtest. Auch die Interpunktion ist von Sprache zu Sprache verschieden und wird nicht immer erfasst.
  • sind nicht suchmaschinenoptimiert (SEO). Die Übersetzung sucht sich die Begriffe aus, die sie am sinnvollsten hĂ€lt. Allerdings heißt das nicht, dass darunter auch die notwendigen Keywords (SchlĂŒsselwörter) fĂŒr das neue Zielland auftauchen oder in der Dichte, die Du benötigst.
  • verĂ€ndern die Wirkung des Textes. Das trifft nicht nur auf Sprichwörter und Redensarten zu, die es in der anderen Sprache nicht gibt oder die nicht erkannt und daher falsch ĂŒbersetzt werden. Andere Sprachen funktionieren anders, denn sie werden von einem anderen kulturellen Publikum gesprochen. Du wĂŒrdest also andere Formulierungen verwenden und mĂŒsstest vielleicht auch inhaltlich kleinere Änderungen vornehmen.
  • mĂŒssen immer ĂŒberarbeitet werden. Das Problem dabei ist, dass eine Überarbeitung oft mehr Zeit in Anspruch nimmt als die natĂŒrliche Übersetzung und dass sie manchmal den Eindruck eines Patchworks erweckt. Dadurch geht der Sprachfluss verloren.

 

Wenn Du also ein internationales Publikum hast oder Deine Werke in verschiedenen LĂ€ndern verkaufst, kommst Du um einen professionellen Übersetzer bzw. eine professionelle Übersetzerin nicht herum. Bedenke, dass es auch hier Spezialisierungen auf bestimmte Sprachen gibt und sogar darauf, von welcher Ausgangssprache in welche Zielsprache ĂŒbersetzt wird.

Korrektor♄in, Lektor♄in oder Redakteur♄in

Korrektor♄innen, Lektor♄innen und Redakteur♄innen unterscheiden sich vor allem in der Abstufung ihrer Aufgaben.

 

Korrektor♄innen korrigieren. Das heißt, dass sie sĂ€mtliche Fehler im Text beseitigen, die weder stilistisch noch inhaltlich etwas am Text verĂ€ndern. Darunter fallen formale Fehler, Tipp- und Rechtschreibfehler sowie Fehler bei Zeichensetzung und Grammatik, aber auch Fehler im Sprachgebrauch.

 

Lektor♄innen lektorieren. Sie ĂŒbernehmen die Aufgaben der Korrektor♄innen und gehen dabei noch einen Schritt weiter, indem sie auf die Einheitlichkeit und Fehlerhaftigkeit von Stil und Sprache schauen. Zum Beispiel prĂŒfen sie, ob Wortschatz und Wortwahl die Zielgruppe ansprechen, ob sich der Inhalt logisch entfaltet, und sie sorgen fĂŒr den Lesefluss. Das heißt, dass Lektor♄innen oftmals in die Formulierungen eingreifen und VorschlĂ€ge machen. Inwieweit die Lektor♄innen auf das Inhaltliche (und spĂ€ter im Satz auf das Optische) schauen, hĂ€ngt von ihrem Angebot sowie den WĂŒnschen ihrer Kund♄innen ab.

 

Der Übergang von den Lektor♄innen zu den Redakteur♄innen ist beinahe fließend. Beinahe. Denn Redakteur♄innen ĂŒbernehmen alle Aufgaben der Lektor♄innen und schauen auf jeden Fall auf den Inhalt. Der grĂ¶ĂŸte Unterschied ist hier der Eingriff in den Text und wer dabei mehr zu sagen hat. Denn die Lektor♄innen können zwar kleinere Bearbeitungen vornehmen und grĂ¶ĂŸere vorschlagen, doch die Entscheidung, diese anzunehmen, liegt ausschließlich bei den Autor♄innen.

 

Deshalb findest Du nur selten freiberufliche Redakteur♄innen, denn sie sind meist in Verlagen angestellt, wo sie selbst fĂŒr die Veröffentlichungen verantwortlich sind.

 

Wenn Redakteur♄innen redigieren, bearbeiten, kĂŒrzen oder verlĂ€ngern sie die Texte nicht nur. Sie haben auch immer das Gesamtbild der Publikation im Auge, prĂŒfen die Richtigkeit aller Fakten und schauen auch im Satz darauf, dass alles sitzt und seinen Sinn hat.

Journalist und Journalistin

Wo sich Redakteur♄innen aufhalten, sind auch Journalist♄innen nicht weit. Ihre Gemeinsamkeiten sind die Schnittstelle am Arbeitsplatz und die Tatsache, dass beide (auch) Texte verfassen. Die technischen Redakteur♄innen zum Beispiel erstellen HandbĂŒcher oder Bedienungsanleitungen, deren Inhalte sie anhand bereits vorhandener Informationen zusammenstellen.

 

Journalist♄innen dagegen recherchieren insbesondere aktuelle Themen, die sie einem Publikum schriftlich (aber auch in anderen Medien) zugĂ€nglich machen. Sie arbeiten dabei mit Redakteur♄innen zusammen, die ihr Material sichten, ggf. bearbeiten und in die Publikationen einpflegen. 

 

Dass es viele Publikationen jetzt auch online gibt und viele Recherchen ebenfalls online stattfinden, versteht sich von selbst. Wenn Du auf den Websites Deiner Kolleg♄innen den Reiter „Presse“ siehst, hat das also einen guten Grund. Sie möchten nĂ€mlich Journalist♄innen (und andere Presse-Mitarbeiter♄innen) auf sich aufmerksam machen, die möglicherweise ihre Website besuchen. Damit versprechen sie ihnen eine gute Story und das passende Material, das die Journalist♄innen dafĂŒr benötigen werden.

 

Bei Journalist♄innen punktest Du mit einer gelungenen Pressemitteilung, um zum Beispiel ein neues Buch oder eine bevorstehende Ausstellung in einer passenden Zeitung veröffentlichen zu lassen.

 

Falls Du lieber mit einem PR-Spezialisten oder einer PR-Spezialistin zusammenarbeitest, entfĂ€llt dieser Schritt, denn diese pflegen selbst Kontakte zu Journalist♄innen und bieten auch hier notwendige SchreibtĂ€tigkeiten an.

Blogger und Bloggerin

Wie schon die Bezeichnung vermuten lĂ€sst, betreiben Blogger♄innen einen Blog. Auf dem Blog veröffentlichen sie regelmĂ€ĂŸig BeitrĂ€ge und Artikel zu ihren Themen. Mittlerweile sind Blogs mehr als nur ein Hobby, denn ein gut aufgebauter Blog kann regelmĂ€ĂŸig Besucher♄innen (und Kund♄innen) anziehen.

 

DafĂŒr mĂŒssen die BeitrĂ€ge einen gewissen Mehrwert fĂŒr die Leser♄innen bereithalten, denn diese suchen nach bestimmten Inhalten in der Suchmaschine und hoffen dabei auf Lösungen fĂŒr ihr Problem, Informationen oder Anleitungen. FĂŒr die Blogger♄innen bedeutet das mehr Sichtbarkeit fĂŒr sich (und ihre eigenen Leistungen).

 

Unternehmen lassen passende Blogger♄innen gerne bezahlte (und gekennzeichnete) Werbung fĂŒr ihre Produkte machen. Dadurch profitieren sie von deren Reichweite und gewinnen neue Kund♄innen. Das nennt sich auch Influencer-Marketing, weil sich die Unternehmen den Einfluss der Blogger♄innen zunutze machen.

 

Welche Blogger♄innen tatsĂ€chlich Influencer♄innen sind, hĂ€ngt jedoch von der Zahl ihrer Abonnent♄innen ab und davon, ob sie ihre Kaufentscheidung tatsĂ€chlich beeinflussen können. Zudem solltest Du wissen, dass Influencer♄innen nicht automatisch einen Blog betreiben, sondern auch andere Medien und Plattformen nutzen können.

 

Vielleicht möchtest Du ja, dass Buchblogger♄innen Dein neues Buch vorstellen oder dass Du auf Kunst- oder Fotografie-Blogs besprochen wirst, vielleicht in Form eines Interviews? Doch auch passende GastbeitrĂ€ge oder Teilnahmen an Blogparaden sind denkbar.

Content Creator oder Content Writer

Da der Content-Begriff immer hĂ€ufiger auftaucht, soll er auch hier erwĂ€hnt sein. „Content“ bedeutet ĂŒbersetzt ins Deutsche „Inhalt“. Welche Art von Inhalt ist dabei noch nicht zu erkennen. Der Begriff umfasst also neben Texten auch Videos, Bilder, Audio-Material und weitere Inhaltsformen.

 

All das erfasst auch der Schreibberuf des Content Creators. Dieser Beruf ist also kein reiner Schreibberuf, sondern im besten (Schreib-)Fall ein Beruf mit SchreibtÀtigkeiten, denn neben Texten erstellt der Content Creator vor allem visuelles Inhaltsmaterial, darunter Infografiken und Videos.

 

Beim Content Writer ist stattdessen klar, welcher Inhaltstyp im Vordergrund steht: der geschriebene Text. Dieser Schreibberuf ist das englischsprachige Pendant zu den Texter♄innen, denn die Art der Texte ist zunĂ€chst unbekannt. Auch hier ergĂ€nzen die Freiberufler♄innen ihre Berufsbezeichnung gerne um die bevorzugten Branchen, Plattformen und Text-Typen.

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